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Mit Bedauern habe ich der heutigen Tagespresse entnommen, dass die von mir hoch geschätzte Helen Levitt im Alter von 95 Jahren am vergangenen Wochende in New York verstorben ist.

Auch wenn Sie nicht zu meinen direkten fotografischen Einflüssen zählt, so stehen ihre Arbeiten und das Umfeld, in dem sie dieses Schaffen erlernt hat (v.a. Walker Evans und Cartier-Bresson), in starkem Bezug zu der von mir angestrebten Fotografie. Ungestellt, direkt, den Blick für das Detail, das Gespür für den Moment, beobachtend, schnell und unauffällig im Agieren - das ist Street- und Reportagefotografie, wie ich sie im Rahmen der Hochzeitsreportage verwirklicht sehen möchte.

Auszüge aus ihrem Werk sind unter anderem hier zu sehen, einen netten kleinen Artikel über Helen Levitt  kann man hier lesen.

2009 / AGWPJA

Die guten Nachrichten reissen nicht ab: nach der Aufnahme in der WPJA darf nun auch die Mitgliedschaft in der [AG]WPJA verkündet werden.  Diese beschreibt sich wie folgt:

“Die künstlerischen Hochzeitsfotojournalisten der WPJA bringen Ihnen einige der besten Hochzeitsfotografen in Reichweite! Die AG erhebt den weltbekannten künstlerischen Ansatz der WPJA-Hochzeitsfotografen durch die nachträgliche Bildbearbeitung (in der Regel mit Photoshop) auf ein noch höheres Niveau. AGWPJA definieren die künstlerische Hochzeitsfotografie neu!”

 

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Auch sonst gibt es, bis auf das anhaltend unfreundliche Wetter, positives zu berichten. Diverse Vorgespräche mit vielen netten Brautpaaren lassen auf eine sehr interessante Saison hoffen. Neben Hochzeiten in und um Bremen sind Hochzeiten in Osnabrück, Braunschweig, Bremerhaven, Magdeburg, Hülsede, Rendsburg und, besonders erfreulich, auf Sylt gebucht. Der Terminkalender füllt sich zunehmend und die ersten Buchungsanfragen für das Jahr 2010 liegen auch schon vor. Erfreulich, dass die fotojournalistische Hochzeitsreportage in Deutschland langsam den Stellenwert bekommt, den sie im Rest der Welt schon seit langem inne hat.

2009 / WPJA

Es sieht ganz nach einem erfolgreichen Start ins Jahr 2009 aus. Zum einen freue ich mich über ein erhebliches Plus betreffend Buchungsanfragen. Zum anderen freut es mich, dass ein nicht unerheblicher Teil dieser Buchungen von Brautpaaren stammen, die sowohl mich beim arbeiten live als auch daraus entstandenen Bildergebnisse von den Hochzeiten sehen konnten - eine schöne Bestätigung! 

Eine weitere erfreuliche Nachricht bekam ich heute per Mail aus Conneticut/USA. Nicht ohne etwas Stolz darf ich vermelden, dass ich in der Wedding Photojournalist Association (WPJA) aufgenommen worden bin. Dieser Berufsverband, dessen Ziele die Verbreitung und Förderung einer modernen, dokumentarischen Hochzeitsfotografie sind, repräsentiert einige der angesehensten und kreativsten Hochzeitsfotografen der Branche und agiert weltweit. Mehr Informationen können hier nachgelesen werden. 
 

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“Wenn ich weiter sehen konnte, so deshalb, weil ich auf den Schultern von Giganten stand.”
Sir Isaac Newton

 

 

Kürzlich stolperte ich zufällig im Feuilleton über dieses, wohl ursprünglich auf Bernhard von Chatres zurückgehende Zitat des englischen Universalgenies. Nicht dass ich mich auch nur im Ansatz mit diesem oder jenem vergleichen möchte, und wenn, dann nur insofern, dass auch ich mich als Zwerg auf den Schultern von Giganten sehe. 

Kein Ausspruch scheint mir geeigneter zu sein, um auf die für Fotografen eminent wichtige und, aus meiner Sicht, unverzichtbare Auseinandersetzung mit der Geschichte der Fotografie und seinen “Giganten” hinzuweisen. Es wird mir stets schleierhaft bleiben, warum manche Fotografen das Benennen, Auseinandersetzten oder Lernen von Vorbildern als überflüssig oder gar verwerflich empfinden; nicht selten wird sogar eine kritiklose Herangehensweise oder Idealisierung unterstellt, auch wenn diese Vorwürfe zumeist haltlos sind. Denn gerade der, der die Schultern des Riesen erklimmt, erreicht einen größeren Ausblick und damit eventuell auch bessere Kritikmöglichkeit; der Adept wird sich nicht wirklich auseinandersetzten und somit immer von unten aufschauen. Idealisierung steht somit einer wirklichen Auseinandersetzung diametral entgegen.

 

Der eigentliche Grund für diesen Blog-Eintrag wurde von einem sehr freundlichen und überaus talentierten Kollegen gelegt, der mich nach meinen Einflüssen fragte. Es fielen mir in kürzester Zeit so viele Namen und Strömungen ein, dass es mir unmöglich schien, alle zu benennen; aber nach ein paar Tagen zeigte sich, dass es unter all den Namen doch einige gibt, die für mich unbestreitbar größeren Einfluss als alle andere ausgeübt haben.

 

In einer weiteren lockeren Folge (stellt das bloggen an sich nicht eine lockere Folge dar?) werde ich ein paar dieser Personen vorstellen. Was manchen eventuell irritieren mag: es werden nicht die üblichen Verdächtigen vorgestellt, die man bei jemandem, der sich der Hochzeitsfotografie verschrieben hat , zu vermuten wären. Wer hier etwas über Yervant, Buissink, Cantrell, Ascough oder Bell in Erfahrung bringen möchte, wird enttäuscht werden.  Nicht das ich deren Stellenwert auch nur im Geringsten unterschätze, aber hier geht es um tieferliegende Wurzeln, und ich bin mir sicher, dass auch die vorgenannten um eben diese wissen.

Eventuell beginne die nächsten Tage gleich mit einem der für mich wichtigsten Fotografen: Garry Winogrand (1928-1984).

Set-Up 2009

Nach längerem Hin und Her steht nun das technische Set-Up für die kommende Saison. Zumindest in der Planung, einige Investitionen werden noch bis in die Mitte des Jahres hinziehen, da sowohl Vater Staat als auch diverse andere Institutionen noch ihr Scherflein von mir haben möchten. 

Ziel meines neuen Set-Up ist die maximale Flexibilität unter folgenden Gesichtspunkten: Lichtstärke, optische Abbildungsqualität, Brennweitenbereich, Schnelligkeit, Platzbedarf, Unauffälligkeit. Gerade die beiden letzten Aspekte stellen für mich einen wichtigen Schlüssel zu einer erfolgreichen Reportage dar. Selbstverständlich können mit einer Canon 1D/1Ds und einem 70-200mm hervorragende optische Ergebnisse erzielt werden, aber diese Kombination ist zu schwer, zu gross und, vor allem, alles andere als unauffällig. Wer jemals so einen Trumm auf ein Kind gerichtet hat, weiss: das macht den Kleinen eher Angst. Diese Kombination kann man auch nicht unter dem Sakko kaschieren, was mit einer 5D schon eher möglich ist. 

Kameras:

  • Canon 5D #1
  • Canon 5D #2

Ich habe lange mit mir gerungen, verspüre jedoch großen Unwillen mich zu diesem relativ frühen Zeitpunkt schon auf das Nachfolgemodell 5D Mark II einzulassen. Die Black-Dot-Problematik, hinlänglich in diversen Online-Foren beschrieben, scheint zwar mit dem aktuellen Firmware-Release ausgeräumt zu sein, aber ich bin mir sicher, das weitere Kinderkrankheiten folgen werden. Am Ende der Saison werde ich das Upgrade vollziehen, bis dahin bleibe ich bei meinen bewährten 5D Mark I. Die Canon 1er bleiben für mich trotz ihrer unbestrittenen Vorteile (Schnelligkeit, AF, redundante Kartenschächte) aufgrund von Größe und Gewicht keine Option.

Objektive:

  • 14mm 2.8L MKII  
  • 35mm 1.4L  
  • 85mm 1.2L MKII
  • 135mm 2.0L

dazu soll ein 1.4x Extender kommen, um den Bereich bis 200mm abzudecken.

Weiterhin geplant:

  • 90mm 2.8 TS-E für Portrait (Scheimpflug!) sowie mit Tuben für Details (Ringe z.B.) und
  • 15mm 2.8 Fischauge für die große Welle :)

Am Ende des Jahres werde ich dann meine Objektive hoffentlich komplett auf Festbrennweiten umgestellt haben. Aus dem aktuellen Set-Up fallen damit folgende Objektive:

  • 17-40mm 4.0L 

Auch wenn es nur eine Blendenstufe Unterschied zum 14mm 2.8L macht, die kann jedoch entscheidend sein. Zunächst war das 16-35mm 2.8L MKII angedacht, wegen seiner Grösse vor allem mit aufgesetzter Gegenlichtblende jedoch wieder verworfen.

  • 50mm 1.4 

Eine meiner ältesten Linsen, gute Ergebnisse ab f2.8, darunter eher mediokre bis schwammige Ergebnisse. Wird durch die Kombination 35/85 ersetzt.

  • 70-200mm 4.0L 

Zu gross, zu auffällig (weiss!), fehlende Lichtstärke. Wird durch 85/135/189 ersetzt.  

Ich bemerke zunehmend, dass ich auf das 200mm 2.0L schiele, jedoch verbietet jedwede korrekte kaufmännische Sicht sich auch nur ansatzweise mit einem Erwerb desselbigen zu befassen. Zudem wäre dieses Objektiv lediglich für Portraitaufnahmen oder in der Kirche aus rückwärtiger Position einzusetzen - eindeutig zu wenig um die über € 5000,- zu rechtfertigen. Aber vielleicht nimmt lensavenue das Objektiv ja zukünftig in ihr Programm auf, dann könnte man es sich bei Bedarf mal ausleihen …

Hin und wieder werde ich von Brautpaaren angesprochen, ob es irgendetwas gäbe, womit Sie die Bildergebnisse ihrer Hochzeitsreportage “positiv” beeinflussen können oder es dem Fotografen einfacher machen können, exzellente Ergebnisse zu erzielen. Die kurze und meiner Meinung nach einzig richtige Antwort darauf lautet: “ja, indem Sie einen wundervollen Hochzeitstag begehen und sich nicht um den Fotografen kümmern”. Alles andere würde dem Prinzip einer Hochzeitsreportage widersprechen.

Was ich Ihnen aber an die Hand geben kann, ist eine kleine Liste, wie man es dem Fotografen erheblich schwerer machen kann, herausragende Bilder zu fabrizieren. Eine eher humoristische Sammlung, bei der es wohl keinen expliziten Hinweis auf die enthaltene Ironie geben muss.

  • Schon bei den Einladungen darauf achten, dass keine Kinder mit eingeladen werden. Kinder sind unfotogen. Das gleiche gilt für Hunde.
  • Wann immer Sie den Fotografen sehen: direkt in die Kamera schauen und lächeln. Als hilfreich hat sich die Aussprache des Wortes “cheese” erwiesen, das sorgt für besonders natürliche Bilder.
  • Sämtliche Vorbereitungen (Frisur, Make-Up, Ankleiden) sollten stets im kleinsten verfügbaren Raum vollzogen werde. Falls das nicht möglich ist, suchen sie sich den dunkelsten Raum hierfür aus.
  • Meiden Sie wenn möglich Fensterlicht. Damit haben schon Pieter de Hooch und Jan Vermeer im 17. Jahrhundert gearbeitet, das ist völlig aus der Mode.
  • Meiden Sie nicht nur Fenster, sondern auch Treppen, Türen, Durchgänge. Auch Spiegel sollten sie meiden. Falls Sie trotzdem in eine solche Situation kommen, bewegen Sie sich schnell fort! Versuchen Sie generell, sich an diesem Tag so schnell wie möglich zu bewegen.
  • Verbergen Sie alle Bekleidungsgegenstände wie Brautkleid, Anzug, Schuhe und alles, was mit Ihrer Hochzeit in Verbindung gebracht werden könnte, so lange wie möglich vor dem Fotografen.
  • Das Ankleiden selbst sollte in kürzester Zeit und möglichst knapp vor der Trauung von statten gehen . Ein wenig Stress vor der Trauung wirkt äusserst belebend.
  • Verzichten Sie auf einen Schleier. Schleier sind unfotogen.
  • Paarfotos sollten grundsätzlich in gleissendem Mittagslicht gemacht werden, am Besten zwischen 11:00 und 15:00. Bestehen Sie darauf, in der Sonne zu stehen, am Besten mit Blick genau ins Sonnenlicht.
  • Fahren Sie schnell zur Kirche! Der Fotograf wird gewagte Überholmanöver durchführen, um vor Ihnen an der Kirche zu sein und Ihre Ankunft fotografieren zu können. Verwehren Sie ihm diese Freude nicht.
  • Gehen Sie schnell zum Altar! Es gilt, keine Zeit zu verlieren. Würdevolles Schreiten ist völlig unangebracht.
  • Bitten Sie eindringlich alle in der Kirche anwesenden Gäste, während der Zeremonie zu fotografieren. Die Entfernungsmesser vieler Digitalkameras zaubern interessante Infrarot-Kreuze auf Ihr Gesicht und Kleidung. Gegebenenfalls noch darauf hinweisen, dass alle Kameras diese lustigen Pieptöne von sich geben. Pastoren mögen so etwas.
  • Versuchen Sie, so gut wie möglich Emotion zu verbergen. Gefühle an einem solchen Tag zu zeigen ist unschicklich.
  • Vermeiden Sie unbedingt, sich in den letzten Stunden vor Sonnenuntergang draussen im Tageslicht aufzuhalten. Erst nachdem die Sonne komplett untergegangen ist, können Sie wieder nach draussen. Tipp: Legen Sie den Zeitpunkt für das Essen so, dass es genau in die letzten zwei Stunden des Tageslichts fällt.
  • Vermeiden Sie neben dem natürlichen Licht auch Kerzenlicht. Richtig modern wirkt Neonlicht oder, noch besser, moderne Energiesparlampen. Am Besten wirkt die Kombination von beiden.
  • Halten Sie sich stets entfernt von Ihrem Partner, den Sie frisch geehelicht haben. Es sollten immer mindestens zehn Meter zwischen dem Paar sein. Sie werden sich im weiteren Leben noch häufig genug nahe sein.
  • Tanzen Sie nicht zuviel. Abends ist der beste Zeitpunkt, sich ein paar Stunden ausführlich mit Ihrer besten Freundin zu unterhalten, möglichst weit ab von der Gesellschaft.
  • Falls Sie dennoch viel tanzen möchten: zwingen Sie alle anderen Gäste ebenfalls zu tanzen. Lassen Sie keine Ausreden wie Unlust, körperliche Versehrtheit oder Altersgründe zu. Erst einmal zu ihrem Glück gezwungen, werden Ihre Gäste sehr fotogene Gesichtsausdrücke haben.
  • Das gleiche gilt für Gäste die sich locker im Aussenbereich aufhalten. Lassen Sie so etwas nicht durchgehen. Zwingen Sie die Gäste zu ihrem Glück, notfalls mit Spielen.

Auch wenn es gerne geleugnet, als unangenehm empfunden oder mit einem Zustand zwischen peinlicher Berührung und Schmunzeln quittiert wird: ein jedes Berufsfeld hat so ihre Eigenheiten und formt den Ausübenden, ohne dass sich derjenige darüber all zu bewußt wird. Es benötigt eines Aussenstehenden, um sich dessen klar zu werden, und mir als Fotografen ergeht es nicht anders als anderen Berufstätigen. Es fängt zumeist recht subtil  an, kleinere Eigenheiten, ein gewisser Duktus in Sprache und Schrift, eine bestimmte Manier - bis hin zur handfesten, jedoch völlig ungefährlicher Verschrobenheit.

Einige dieser Deformationen möchte ich gerne in einer kleinen Serie beschreiben.

Im ersten Teil möchte ich auf eine besondere Affinität hinweisen, die wahrscheinlich jeder professionelle Fotograf kennt, nämlich die zu Taschen. Kamerataschen um genauer zu sein. Oder, weiter gefasst, so ziemlich alle Behältnisse, mit denen man seine Ausrüstung möglichst bequem und ohne sich selbst oder den teueren Preziosen Schaden zukommen zu lassen von A nach B befördert.  Meine Partnerin erwies sich (mal wieder) als präziser Hinweisgeber in Sachen déformation professionelle, als sie, eher nüchtern als süffisant, mich im letzten Jahr auf den Umstand hinwies, dass ich inzwischen mehr Kamerataschen besitze als sie Handtaschen. Wie konnte das geschehen?

Es liegt einfach in der Natur der Dinge. Kamerataschen sind zumeist statisch, zumindest was das Volumen angeht. Die Ausrüstung dagegen verhält sich dynamisch, ständig kommt etwas dazu, wird verkauft, ausgetauscht, ersetzt, verändert. Zudem erfordert eine Reportage anderes Equipment als ein Bridal-Shooting oder eine Portrait - Session. Für Flugreisen ist ein möglichst unkaputtbarer, abschliessbarer sowie wasserdichter Koffer (empfehlenswert)die beste Lösung, auf einer Reportage so ziemlich die schlechteste. Also fängt man an zu sammeln… und nach ein paar Jahren kommt ein ansehnliches Arsenal verschiedenster Koffer, Taschen, Rucksäcke zusammen. Meine letzte Neuerwerbung ist die Kata DC 445 , hergestellt von einer israelischen Firma, die in ihren Anfangstagen Militär und Spezialeinheiten mit Taschen und Rucksäcken ausgerüstet hat. Was für militärischen Einsatz gut ist, kann auch auf Hochzeiten nicht schaden; zumal diese ja auch mitunter zu Krisengebieten mutieren können…

Bild

Praktisch ist die Innenhöhe von 20,5 cm, so können alle meine Objektive aufrecht und mit angesetzter Gegenlichtblende in der Tasche verstaut werden. Über das knallgelbe Innenfutter kann man durchaus geteilter Meinung sein, etwas dezenteres wäre mir lieber gewesen. Aber, nun ja, man kann nicht alles haben und auch diese Tasche wird nicht meine letzte sein.
Was mir nach wie vor schleierhaft ist : warum statten eigentlich alle mir bekannten Hersteller ihre Taschen mit suboptimalen Trageriemen aus?

Maria & Roman

Hier nun, wie angekündigt, ein paar weitere Bilder der Bridal-Session mit Maria und Roman! 

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Umbruch

Hochzeitsfotografie ist Saisongeschäft. Über die Jahre gewöhnt man sich an die Gezeiten der Arbeitsabläufe und lebt mit den Jahreszeiten. Frühjahr, Sommer, Herbst bedeutet: fotografieren, reisen, nicht enden wollende post production. Ab November dann fast nur noch post production, die letzten Alben erstellen, Rechnungen schreiben, hier und da noch einen kleineres Event fotografieren. Mit den abnehmenden Aussentemperaturen wird es dann zunehmend ruhiger, zumindest, was die Reisetätigkeit angeht. Es folgt das Abarbeiten von all dem, wozu es in der Saison keine Zeit gab, die ach so geliebte Buchhaltung wäre da an erster Stelle zu nennen. Ist auch das erledigt, kommt es zu einer kleinen Ruhepause, die natürlich nicht ungenutzt bleibt. Der Blick fällt zunehmend auf das benutzte Equipment, die kleinen und großen Dinge, auf die man sich während des Jobs verlassen können muss und fragt sich: “gibt es Optimierungsbedarf?”

Natürlich. Ständig. 

Während der Saison achte ich tunlichst darauf, mein Set-Up so wenig wie möglich zu ändern. Never change a running system. Nach der Saison allerdings wird jeder einzelne Bestandteil meines Equipments auf den Prüfstand gestellt, eventuell verändert, ausgetauscht, modifiziert. Das passiert bei mir jeden Winter und in jedem Frühjahr geht es mit all den Veränderungen wieder an die Front. Allerdings gibt es Jahre, in denen sich mehr als üblich ändert, und das ist in diesem Jahr bei mir der Fall.

Bis dato habe ich ausschliesslich mit einer Kamera gearbeitet, die zweite verblieb als Back-Up in meiner Fototasche. Das hatte diverse Vor- und Nachteile…

Pro:

  • Beweglichkeit. Speziell in den Fällen, wo man die Kameratasche absetzen kann (Vorbereitungen im Haus oder im Hotel, Sektempfang, Party) ist man mit mit lediglich einer Kamera beweglicher, schneller, unauffälliger, man benötigt keinen Kameragurt.
  • Simplizität. Es braucht nur auf eine Kamera geachtet zu werden (Batteriezustand, freier Platz auf der Speicherkarte, Einstellungen der Kamera)
  • Man lernt, mit ein zwei Objektiven auszukommen und wird verflucht schnell beim Objektivwechsel…

Dem stehe allerdings auch ein paar Nachteile gegenüber.

Contra

  • Beschränkung auf  zwei Objektive wenn die Tasche nicht am Mann ist.
  • Wechsel der Objektive on the fly, es gibt eine kleine Auszeit in der nicht fotografiert werden kann.
  • Wechsel von Speicherkarten und Batterien ziehen ebenfalls eine kleine Auszeit nach sich.
  • Wechsel von Einstellungen an der Kamera ziehen ebenfalls kleine Auszeiten nach sich.

Insgesamt überwiegen für mich die Nachteile und deshalb habe ich mich entschlossen, in der folgenden Saison mit zwei Kameras parallel zu arbeiten. Nähers zum geplanten Set-Up für 2009 folgt in den nächsten Tagen

Hello world…

Pünktlich zum Jahresbeginn startet dieser Blog - das Layout ist noch suboptimal und weit entfernt vom gewünschten Zustand, aber das geht wahrscheinlich jeder neuen Seite im Netz so. Den Inhalten wird es keinen Abbruch tun, und um die geht es ja letztendlich. Apropos Inhalte: das Bild im  Header ist ein Ausschnitt, hier das Original, mit Dank an das äusserst nette Brautpaar Maria und Roman.

Weitere Bilder dieser Bridal-Session folgen die nächsten Tage …

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