Nach längerem Hin und Her steht nun das technische Set-Up für die kommende Saison. Zumindest in der Planung, einige Investitionen werden noch bis in die Mitte des Jahres hinziehen, da sowohl Vater Staat als auch diverse andere Institutionen noch ihr Scherflein von mir haben möchten.
Ziel meines neuen Set-Up ist die maximale Flexibilität unter folgenden Gesichtspunkten: Lichtstärke, optische Abbildungsqualität, Brennweitenbereich, Schnelligkeit, Platzbedarf, Unauffälligkeit. Gerade die beiden letzten Aspekte stellen für mich einen wichtigen Schlüssel zu einer erfolgreichen Reportage dar. Selbstverständlich können mit einer Canon 1D/1Ds und einem 70-200mm hervorragende optische Ergebnisse erzielt werden, aber diese Kombination ist zu schwer, zu gross und, vor allem, alles andere als unauffällig. Wer jemals so einen Trumm auf ein Kind gerichtet hat, weiss: das macht den Kleinen eher Angst. Diese Kombination kann man auch nicht unter dem Sakko kaschieren, was mit einer 5D schon eher möglich ist.
Kameras:
Ich habe lange mit mir gerungen, verspüre jedoch großen Unwillen mich zu diesem relativ frühen Zeitpunkt schon auf das Nachfolgemodell 5D Mark II einzulassen. Die Black-Dot-Problematik, hinlänglich in diversen Online-Foren beschrieben, scheint zwar mit dem aktuellen Firmware-Release ausgeräumt zu sein, aber ich bin mir sicher, das weitere Kinderkrankheiten folgen werden. Am Ende der Saison werde ich das Upgrade vollziehen, bis dahin bleibe ich bei meinen bewährten 5D Mark I. Die Canon 1er bleiben für mich trotz ihrer unbestrittenen Vorteile (Schnelligkeit, AF, redundante Kartenschächte) aufgrund von Größe und Gewicht keine Option.
Objektive:
- 14mm 2.8L MKII
- 35mm 1.4L
- 85mm 1.2L MKII
- 135mm 2.0L
dazu soll ein 1.4x Extender kommen, um den Bereich bis 200mm abzudecken.
Weiterhin geplant:
- 90mm 2.8 TS-E für Portrait (Scheimpflug!) sowie mit Tuben für Details (Ringe z.B.) und
- 15mm 2.8 Fischauge für die große Welle
Am Ende des Jahres werde ich dann meine Objektive hoffentlich komplett auf Festbrennweiten umgestellt haben. Aus dem aktuellen Set-Up fallen damit folgende Objektive:
Auch wenn es nur eine Blendenstufe Unterschied zum 14mm 2.8L macht, die kann jedoch entscheidend sein. Zunächst war das 16-35mm 2.8L MKII angedacht, wegen seiner Grösse vor allem mit aufgesetzter Gegenlichtblende jedoch wieder verworfen.
Eine meiner ältesten Linsen, gute Ergebnisse ab f2.8, darunter eher mediokre bis schwammige Ergebnisse. Wird durch die Kombination 35/85 ersetzt.
Zu gross, zu auffällig (weiss!), fehlende Lichtstärke. Wird durch 85/135/189 ersetzt.
Ich bemerke zunehmend, dass ich auf das 200mm 2.0L schiele, jedoch verbietet jedwede korrekte kaufmännische Sicht sich auch nur ansatzweise mit einem Erwerb desselbigen zu befassen. Zudem wäre dieses Objektiv lediglich für Portraitaufnahmen oder in der Kirche aus rückwärtiger Position einzusetzen - eindeutig zu wenig um die über € 5000,- zu rechtfertigen. Aber vielleicht nimmt lensavenue das Objektiv ja zukünftig in ihr Programm auf, dann könnte man es sich bei Bedarf mal ausleihen …